Mikrosatellitenmarker in der Populationsgenetik: Anwendungen, Vorteile und bewährte Praktiken
1. Warum sind Mikrosatelliten in der Populationsgenetik wichtig?
Mikrosatelliten spielen eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung der Geheimnisse genetischer Vielfalt, evolutionärer Dynamik und Populationsstrukturen. Ihre hohe Mutationsrate und ihre Häufigkeit im gesamten Genom machen sie zu idealen Kandidaten für das Studium der feinen Details genetischer Variation, sei es das Verständnis, wie sich Populationen im Laufe der Zeit entwickeln, wie Arten sich anpassen oder die genetische Gesundheit einer Population. Aufgrund ihrer Variabilität können Mikrosatelliten uns viel über die Beziehungen zwischen Individuen innerhalb einer Population verraten, selbst über solche, die auf den ersten Blick sehr ähnlich erscheinen.
Tatsächlich können diese kleinen DNA-Abschnitte tiefgreifende Einblicke in alles von der genetischen Zusammensetzung bedrohter Arten bis hin zur Verfolgung der evolutionären Geschichte komplexer Organismen gewähren. Ihre Vielseitigkeit ist nicht nur theoretisch; Wissenschaftler nutzen sie, um Inzucht zu erkennen, den Genfluss zu verfolgen und sogar seltene genetische Merkmale zu identifizieren, die sonst unbemerkt bleiben könnten.
Wenn Sie sich mit den Details befassen möchten, wie Mikrosatelliten in realen genetischen Studien angewendet werden, werfen Sie einen Blick auf unser Umfassender Leitfaden zu MikrosatellitenmarkernEs taucht tiefer in die praktischen Aspekte und modernen Anwendungen dieser Marker ein.
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Egal, ob Sie groß angelegte Bevölkerungsstudien durchführen oder Mikrosatellitenmarker zu Ihrem Forschungstool hinzufügen möchten, das Potenzial ist vorhanden. Lassen Sie es uns gemeinsam erkunden.
2. Anwendungen von Mikrosatellitenmarkern in der Populationsgenetik
Mikrosatellitenmarker haben sich als unschätzbare Werkzeuge in einem breiten Spektrum von Forschungsdisziplinen erwiesen. Diese Marker werden aufgrund ihrer hohen Mutationsrate und ihrer weit verbreiteten Präsenz im Genom verwendet, um eine Vielzahl wichtiger biologischer Phänomene zu untersuchen. Hier ist ein tieferer Einblick, wie Wissenschaftler Mikrosatelliten nutzen, um entscheidende Entdeckungen zu machen:
Studium der genetischen Vielfalt
Genetische Vielfalt ist entscheidend für die Gesundheit und Anpassungsfähigkeit von Populationen. Mikrosatelliten ermöglichen es Forschern, die Variabilität von Allelen in verschiedenen Populationen zu bewerten, was wichtige Einblicke in die evolutionären Dynamiken und das langfristige Überleben von Arten bietet. Dies ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung:
Erhaltungsgenetik:
Mikrosatellitenmarker sind besonders bedeutend in der Naturschutzbiologie, wo die Erhaltung der genetischen Variation entscheidend ist, um das Aussterben von Arten zu verhindern. Ein bekanntes Beispiel ist der Afrikanische Wildhund (Lycaon pictus), der vom Aussterben bedroht ist. Forscher haben Mikrosatellitenmarker verwendet, um die genetische Vielfalt innerhalb fragmentierter Populationen zu bewerten, und festgestellt, dass isolierte Gruppen unter einer verringerten genetischen Variation leiden. Dies führt wiederum zu Inzuchtdepression, die die Fitness zukünftiger Generationen beeinträchtigen kann. Naturschutzprogramme haben diese Informationen genutzt, um Zuchtprogramme und genetische Rettungsstrategien zu etablieren, wodurch die genetische Vielfalt erhöht und das Überleben der Art gesichert wird.
Wildtiermanagement:
Über den Naturschutz hinaus spielen Mikrosatelliten auch eine wesentliche Rolle im Wildtiermanagement. Sie helfen dabei, genetisch unterschiedliche Populationen zu identifizieren, was entscheidend für die Festlegung von Naturschutzprioritäten ist. Im Fall von Grauwölfen (Canis lupus) wurden Mikrosatellitenmarker verwendet, um die genetische Struktur von Populationen in Nordamerika zu untersuchen. Diese Studien zeigten, dass einige Wolfspopulationen genetisch einzigartig waren, was die Wildtiermanager dazu veranlasste, ihre Bemühungen auf den Erhalt dieser genetisch unterschiedlichen Gruppen zu konzentrieren. Die Marker lieferten auch Erkenntnisse darüber, wie menschlich bedingte Habitatfragmentierung den genetischen Austausch zwischen Populationen beeinflusst, was erhebliche Auswirkungen auf das Management bedrohter Arten hat.
Studien zur menschlichen Gesundheit:
Interessanterweise haben Mikrosatelliten auch Anwendungen über die Wildtierforschung hinaus. In der Humangenetik werden diese Marker verwendet, um evolutionäre Beziehungen und Migrationsmuster nachzuvollziehen. Studien zu verschiedenen ethnischen Gruppen haben Mikrosatelliten genutzt, um herauszufinden, wie sich menschliche Populationen über Tausende von Jahren migriert und angepasst haben. Diese Forschung bietet wichtigen Kontext für das Verständnis moderner genetischer Krankheiten und gesundheitlicher Ungleichheiten.
Abbildung evolutionärer Beziehungen
Mikrosatelliten sind äußerst nützlich, um die evolutionären Geschichten von Arten zu rekonstruieren. Durch den Vergleich der Marker in verschiedenen Populationen oder Arten können Forscher evolutionäre Ereignisse nachverfolgen, die die genetische Landschaft des Lebens auf der Erde geprägt haben. Zu ihren wichtigsten Anwendungen gehören:
Evolutive Divergenz zwischen Arten:
Das Verständnis, wie sich Arten aus gemeinsamen Vorfahren entwickeln, ist ein grundlegendes Ziel der Evolutionsbiologie. Mikrosatelliten waren besonders hilfreich beim Studium der Divergenz zwischen eng verwandten Arten. Zum Beispiel teilen Schimpansen (Pan troglodytes) und Bonobos (Pan paniscus), unsere nächsten lebenden Verwandten, einen gemeinsamen Vorfahren. Durch die Untersuchung von Mikrosatelliten in diesen Arten haben Wissenschaftler kleine genetische Veränderungen entdeckt, die zu Unterschieden in ihrem Verhalten, ihrer Physiologie und ihren ökologischen Rollen beigetragen haben. Diese Erkenntnisse bieten wertvolle Einblicke, wie evolutionäre Kräfte wie natürliche Selektion und genetische Drift die unterschiedlichen Merkmale dieser Arten geprägt haben.
Migrationsmuster und historische Bevölkerungsbewegungen:
Die Untersuchung von Migrationsmustern ist ein weiteres Gebiet, in dem Mikrosatelliten hervorragende Ergebnisse liefern. Zum Beispiel haben Forscher Mikrosatellitenmarker genutzt, um die historischen Bewegungen von Lachspopulationen im pazifischen Nordwesten nachzuvollziehen. Diese Studien haben wesentliche Informationen darüber geliefert, wie Lachse sich historisch an Umweltveränderungen, einschließlich Gletschervorgängen, angepasst haben, und haben die Naturschutzbemühungen zur Sicherung ihrer Migrationsrouten geleitet. Die Marker haben dazu beigetragen, die spezifischen Bereiche zu identifizieren, in denen Lachspopulationen den größten genetischen Flaschenhälsen ausgesetzt sind, was die Fähigkeit zur Erhaltung dieser Arten weiter verbessert hat.
Ökologische Studien:
Mikrosatelliten sind auch entscheidend für das Verständnis, wie evolutionäre Prozesse die ökologischen Rollen von Arten formen. In der Studie über Feuerameisen (Solenopsis invicta) verwendeten Forscher Mikrosatelliten, um die Ausbreitung invasiver Populationen zu verfolgen. Die genetischen Informationen zeigten, wie sich verschiedene Linien von Feuerameisen an verschiedene Ökosysteme angepasst haben, was zu ihrem Erfolg als invasive Art beiträgt. Diese Informationen sind entscheidend für die Entwicklung von Managementstrategien, die die Ausbreitung solcher Schädlinge begrenzen können, während sie auch Einblicke geben, wie andere Arten sich an veränderte Umgebungen anpassen können.
Bevölkerungsstruktur Analyse
Die Populationsstruktur bezieht sich auf die Art und Weise, wie genetische Variation innerhalb und zwischen Populationen verteilt ist. Mikrosatelliten helfen dabei, diese Struktur zu enthüllen und zeigen, wie Populationen in Untergruppen unterteilt sind und wie diese Gruppen interagieren. Diese Informationen sind entscheidend für das Verständnis des Genflusses und für Entscheidungen über den Schutz und das Management. Wichtige Anwendungen umfassen:
Genfluss zwischen Populationen:
Mikrosatellitenmarker sind entscheidend für die Bewertung des Genflusses zwischen Populationen. Zum Beispiel wurde in einer Studie über Braunbären (Ursus arctos) in den Alpen Mikrosatelliten verwendet, um die Bewegung von Genen zwischen isolierten Populationen zu analysieren. Trotz physischer Barrieren wie Berge fanden die Forscher Hinweise auf Genfluss zwischen den Bärenpopulationen, was darauf hindeutet, dass es gelegentlich Gelegenheiten für genetischen Austausch gab. Diese Erkenntnisse waren integraler Bestandteil von Naturschutzstrategien, die darauf abzielen, die genetische Vielfalt in der Region zu erhalten.
Identifizierung isolierter Populationen, die Gefahr der Inzucht ausgesetzt sind:
Eine der wichtigsten Anwendungen von Mikrosatellitenmarkern ist die Identifizierung isolierter Populationen, die Gefahr laufen, Inzucht zu betreiben. Florida-Panther (Puma concolor coryi) sind ein klassisches Beispiel, bei dem Mikrosatelliten die genetische Isolation der Art aufdeckten. Diese Isolation führte zu Inzuchtdepression, was zu verminderter Fruchtbarkeit und anderen Gesundheitsproblemen führte. Als Reaktion darauf führten Naturschützer genetisches Material von Texas-Panthern ein, um die genetische Vielfalt wiederherzustellen, was entscheidend für das langfristige Überleben der Art war.
Offenlegung von Untergruppen innerhalb von Populationen:
In einigen Fällen zeigen Mikrosatelliten Untergruppen innerhalb größerer Populationen und bieten wichtige Einblicke in die genetische Struktur von Arten. Der Atlantische Kabeljau (Gadus morhua) hat beispielsweise bei Studien mit Mikrosatelliten deutliche genetische Untergruppen gezeigt. Diese Informationen sind entscheidend für das Management von Fischereien und dafür, dass Fischereipraktiken genetisch unterschiedliche Populationen nicht schädigen, was für die Widerstandsfähigkeit der Art unter sich ändernden Umweltbedingungen von entscheidender Bedeutung sein könnte.
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3. Vorteile und Einschränkungen von Mikrosatellitenmarkern
Vorteile
Mikrosatelliten haben mehrere Vorteile, darunter:
Hoher PolymorphismusSie weisen eine große Vielfalt an Allelen auf, was sie hervorragend zur Unterscheidung zwischen Individuen geeignet macht.
BenutzerfreundlichkeitMikrosatellitenmarker lassen sich leicht mittels PCR (Polymerase-Kettenreaktion) amplifizieren, was sie kostengünstig und relativ einfach zu handhaben macht.
Kosten-Effektivität: Sie sind eine kosteneffiziente Alternative zu anderen genetischen Markern, wie SNPs, insbesondere bei der Untersuchung kleinerer Populationen oder der Durchführung großangelegter Studien.
Einschränkungen
Trotz ihrer vielen Vorteile gibt es einige Einschränkungen zu beachten:
MutationsrateMikrosatelliten können hohe Mutationsraten aufweisen, was manchmal zu Homoplasie führen kann (unabhängige Mutationen, die ähnliche Allele erzeugen). Dies kann die Dateninterpretation komplizieren.
DatenkomplexitätWährend Mikrosatelliten polymorph sind, kann ihre Interpretation komplex sein, wenn Allelgrößen überlappen oder Homoplasie aufweisen.
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4. Statistiken aus der realen Welt und Anwendungsfälle für die Fallstudie von Mikrosatelliten in der Populationsgenetik
Mikrosatelliten in der Populationsgenetik aquatischer Arten
Hintergrund
Mikrosatelliten, auch als einfache Sequenzwiederholungen (SSRs) bezeichnet, sind kurze, sich wiederholende DNA-Sequenzen, die in den Genomen vieler Organismen vorkommen. Diese Marker sind hoch polymorph, was bedeutet, dass sie eine signifikante genetische Variation aufweisen, wodurch sie ideale Werkzeuge für genetische Studien sind. Aufgrund ihrer hohen Mutationsraten und Variabilität sind Mikrosatelliten in der Populationsgenetik, insbesondere für das Studium aquatischer Arten, unverzichtbar geworden.
Seit über drei Jahrzehnten werden diese Marker in einer Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, die von der Bewertung genetischer Vielfalt und der Populationsstruktur bis hin zur Überwachung von Verwandtschafts- und Evolutionsprozessen reichen. Sie sind besonders wichtig für die Erhaltungsgenetik und das Fischereimanagement, wo sie helfen, Fischpopulationen zu verwalten, invasive Arten zu verfolgen und nachhaltige Aquakulturpraktiken zu gewährleisten.
In dieser Fallstudie werden wir untersuchen, wie Mikrosatelliten verwendet werden, um aquatische Tierpopulationen zu erforschen, wobei wir ein spezifisches Beispiel im Bereich des Fischereimanagements und der Naturschutzbemühungen betrachten.
Methodik
Die Verwendung von Mikrosatelliten in der Populationsgenetik folgt mehreren Schritten, wie unten beschrieben:
Auswahl von Mikrosatellitenmarkern
Zu Beginn wählen die Forscher eine Reihe von Mikrosatelliten-Loci aus, die hoch polymorph und leicht amplifizierbar sind. Typischerweise werden 10 bis 20 Loci ausgewählt, um eine ausreichende Auflösung zur Unterscheidung zwischen Populationen zu gewährleisten. Diese Loci decken ein breites Spektrum an genomischen Regionen ab.
DNA-Extraktion und PCR-Amplifikation
DNA wird aus Gewebeproben - wie Muskel, Flosse oder Blut - der untersuchten aquatischen Spezies extrahiert. Die extrahierte DNA wird dann mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) amplifiziert, wobei Primer verwendet werden, die spezifisch für die gewählten Mikrosatelliten-Loci sind. Dieser Prozess erzeugt PCR-Produkte, die später analysiert werden können, um Allelgrößen zu bestimmen.
Genotypisierung und Datenanalyse
Nach der Amplifikation werden Gel-Elektrophorese oder automatisierte Sequenzierer verwendet, um die Allelgrößen an jedem Mikrosatellitenlocus zu bestimmen. Diese Daten werden dann analysiert, um genetische Variation, Populationsstruktur und Genfluss zu bewerten. Statistische Werkzeuge wie F-Statistiken, AMOVA (Analyse der molekularen Varianz) und Software wie STRUCTURE werden häufig verwendet, um die Ergebnisse zu interpretieren und zu visualisieren.
Eine integrierte Konzeptkarte, die die Hauptanwendungsbereiche von Mikrosatelliten-DNA-Markern in Bezug auf aquatische, ausgebeutete Tierpopulationen zeigt.
Wesentliche Ergebnisse
Aus verschiedenen mikrosatellitenbasierten Studien an aquatischen Arten sind mehrere wichtige Erkenntnisse hervorgegangen:
Genetische DifferenzierungMikrosatelliten haben gezeigt, dass viele Fischpopulationen eine deutliche genetische Differenzierung aufweisen, insbesondere bei Arten wie Lachs, Thunfisch und Kabeljau. Diese Erkenntnisse sind entscheidend für ein effektives Fischereimanagement und den Naturschutz.
Überwachung invasiver ArtenSie haben sich als effektiv erwiesen, um die Ausbreitung invasiver Arten wie der Zebramuschel nachzuvollziehen und zu helfen, ihre Auswirkungen auf einheimische Ökosysteme zu kontrollieren.
Nachhaltige FischereimanagementMikrosatelliten haben die Mischbestandsanalyse ermöglicht und sichergestellt, dass Fischpopulationen nicht übernutzt werden. Dies ist besonders wichtig in Regionen, in denen mehrere Fischbestände koexistieren.
Naturschutz und EMUsDie Identifizierung von evolutionären Managementeinheiten hat dazu beigetragen, gefährdete Arten wie die Vaquita zu schützen. Diese Einheiten ermöglichen gezieltere und effektivere Naturschutzstrategien.
Genetische Gesundheit von AquakulturbeständenMikrosatelliten sind unverzichtbar, um die genetische Gesundheit von Zuchtbeständen in der Aquakultur sicherzustellen, Inzucht und Verlust von Vielfalt zu vermeiden.
Fazit
Mikrosatelliten bleiben essentielle Werkzeuge in der Erforschung der Populationsgenetik, insbesondere im Kontext aquatischer Arten. Ihre Fähigkeit, genetische Variation aufzudecken, die Populationsdifferenzierung zu verfolgen und nachhaltige Fischereien zu managen, hat sie sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für den Naturschutz unverzichtbar gemacht. Während Technologien der Next-Generation-Sequenzierung und SNP-Marker weiterhin an Bedeutung gewinnen, bieten Mikrosatelliten nach wie vor einen kosteneffektiven, zuverlässigen und gut etablierten Ansatz zur Bewältigung zentraler Herausforderungen in aquatischen Tierpopulationen.
Trotz des Aufstiegs neuerer genomischer Techniken wird die Einfachheit und Effektivität von Mikrosatelliten dafür sorgen, dass sie auch in den kommenden Jahren ein integraler Bestandteil der Untersuchung aquatischer Populationen bleiben, um bessere Naturschutzpraktiken, Fischereimanagement und Nachhaltigkeit in der Aquakultur zu fördern.
Branchenspezifische Anwendungen
Hier ist ein Überblick darüber, wie Mikrosatelliten in verschiedenen Branchen eingesetzt werden:
| Studienbereich | Anwendung | Beispielorganismus/-art | Stichprobengröße | Verwendete Mikrosatellitenmarker | Schlüsselergebnis |
|---|---|---|---|---|---|
| Erhaltungsgenetik | Bewertung der genetischen Vielfalt | Puma concolor (Puma) | 200+ | 15+ | Genetisch isolierte Populationen identifiziert |
| Agrarische Genetik | Merkmalsassoziation und -kartierung | Oryza sativa (Reis) | 500+ | 10-20 | Identifizierung von dürreresistenten Loci |
| Evolutionsbiologie | Evolutionsgeschichte und Artbildung | Drosophila melanogaster | 1.000+ | 50+ | Offenbarte evolutionäre Linien |
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5. Beste Praktiken für die Verwendung von Mikrosatellitenmarkern
Die richtigen Marker auswählen
Die Auswahl der richtigen Mikrosatellitenmarker ist entscheidend für den Erfolg. Forscher müssen Faktoren wie Folgendes berücksichtigen:
Polymorphismusniveau: Wählen Sie Marker mit hoher Variabilität für eine bessere genetische Diskriminierung.
Genomverteilung: Stellen Sie sicher, dass die Marker gleichmäßig über das Genom verteilt sind, um eine umfassende Abdeckung zu gewährleisten.
Optimierung der Datenanalyse
Um Mikrosatellitendaten effektiv zu analysieren, verwenden Forscher oft bioinformatische Werkzeuge wie STRUCTURE, FSTAT und GenAlEx. Diese Werkzeuge können helfen, genetische Daten zu interpretieren, Populationen zu gruppieren und Allelfrequenzen zu analysieren.
Kombination von Mikrosatelliten mit anderen genetischen Markern
Die Integration von Mikrosatelliten mit anderen Markern, wie SNPs oder Daten aus der gesamten Genomsequenzierung, verbessert die Tiefe der genetischen Analyse und bietet ein umfassenderes Verständnis der Populationsdynamik.
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6. Häufig gestellte Fragen (PAA)
Wofür werden Mikrosatellitenmarker verwendet?
Mikrosatellitenmarker werden für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, darunter Studien zur genetischen Vielfalt, Analyse der Populationsstruktur, Erhaltungsgenetik und forensische Analysen. Ihre hohe Polymorphie und PCR-Nachweisbarkeit machen sie vielseitig in der Molekularbiologie.
Wie helfen Mikrosatelliten in der Populationsgenetik?
Durch die Untersuchung von Mikrosatellitenmarkern können Forscher die genetische Variation innerhalb und zwischen Populationen bewerten. Diese Marker helfen, die genetische Gesundheit von Arten zu verstehen, Populationen zu identifizieren, die einem Risiko der Inzucht ausgesetzt sind, und evolutionäre Trends zu verfolgen.
Was ist der Unterschied zwischen Mikrosatelliten und SNP-Markern?
Während Mikrosatelliten kurze, sich wiederholende Sequenzen sind, die mehr genetische Variation bieten, beziehen sich SNP-Marker (Single Nucleotide Polymorphisms) auf Unterschiede in einzelnen Basenpaaren in der DNA. Mikrosatelliten sind aufgrund ihrer hohen Variabilität besonders nützlich in der Populationsgenetik und in Studien zur Biodiversität.
Können Mikrosatelliten zur Bestimmung der Verwandtschaft von Arten verwendet werden?
Ja, Mikrosatelliten werden häufig verwendet, um die genetische Verwandtschaft zwischen Arten oder Individuen zu bewerten. Durch den Vergleich von allelischen Profilen können Forscher evolutionäre Beziehungen ableiten und phylogenetische Bäume konstruieren.
Referenzen:
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