Phosphor (P), ein elementarer Grundpfeiler des Lebens, spielt eine unverzichtbare Rolle im Funktionieren aller lebenden Organismen. Dieses lebenswichtige Element ist ein grundlegender Bestandteil von DNA, RNA, ATP (Adenosintriphosphat) und verschiedenen anderen essentiellen Biomolekülen. In Pflanzen wird Phosphor in Form von Phosphaten aufgenommen und dann nahtlos in organische Verbindungen integriert. Bei Tieren spielt es eine entscheidende Rolle in der Struktur von Knochen, Zähnen und einer Vielzahl biologischer Prozesse. Die Verfügbarkeit von Phosphor in terrestrischen Ökosystemen ist jedoch über Jahrtausende hinweg aufgrund seines allmählichen Verlusts durch Abfluss stetig gesunken. Studien zur mikrobiellen Biomasse im Boden haben eindeutig gezeigt, dass verringerte Phosphorkonzentrationen im Boden sowohl das Pflanzenwachstum als auch die Vermehrung essentieller Bodenmikroorganismen behindern. Phosphorumwandlungen können in kurzfristige Prozesse unterteilt werden, die durch chemische, biologische oder mikrobielle Mechanismen angetrieben werden. Dennoch werden in dem großen Gefüge des langfristigen globalen Phosphorkreislaufs die vorherrschenden Transfers von den unermüdlichen Kräften der tektonischen Bewegungen über geologische Epochen bestimmt.
Ein schematisches Diagramm der biogeochemischen Kreisläufe von Phosphor (P) im Boden. (Tian et al., 2021)
Metagenomische Sequenzierung umfasst die systematische Analyse von DNA, die aus Umweltsch samples wie Boden, Sediment, Wasser oder sogar dem menschlichen Darm extrahiert wurde, ohne dass eine Kultivierung oder Isolierung einzelner Organismen erforderlich ist. Dieser kultivierungsfreie Ansatz erfasst die genetische Vielfalt ganzer mikrobieller Ökosysteme und beleuchtet das kollektive genomische Potenzial dieser Gemeinschaften.
Ein schematisches Diagramm möglicher Mechanismen der Inorganischen Phosphor (Pi) Löslichkeit in phosphatlösenden Mikroorganismen (PSM). (Tian et al., 2021)
Die Suche nach der Entschlüsselung der rätselhaften Welt des Phosphorkreislaufs umfasst einen vielschichtigen Ansatz, der die folgenden miteinander verbundenen Aufgaben beinhaltet:
1. Identifizierung von mit dem Phosphorkreislauf verbundenen Genen: Im Mittelpunkt unseres Vorhabens steht die entscheidende Aufgabe, Gene zu identifizieren, die eng mit dem Phosphorkreislauf verknüpft sind. Diese Gene fungieren als molekulare Architekten, die den komplexen Tanz des Phosphors durch Ökosysteme orchestrieren.
2. Quantifizierung der Verwandten Genhäufigkeit: Das Verständnis der quantitativen Aspekte von mit dem Phosphorkreislauf verbundenen Genen ist von größter Bedeutung. Eine genaue Quantifizierung liefert Einblicke in die Dynamik des Phosphorkreislaufs in verschiedenen ökologischen Nischen.
3. Verbreitung von verwandten Genen: Die Untersuchung der Verbreitung dieser entscheidenden Gene über verschiedene Arten hinweg bietet tiefgreifende Einblicke in die evolutionären und ökologischen Dimensionen des Phosphorkreislaufs.
Für eine noch umfassendere Perspektive bietet die KEGG-Datenbank ein umfangreiches Repository von phosphorbezogenen Informationen. Hier können Sie zugreifen auf:
Übereinstimmung von Aminosäuresequenzen, Nukleinsäuresequenzen und HMM-Profilen: Mit einer umfangreichen Sammlung von Daten, die 125 KO (KEGG Orthologie) unmittelbare homologe Cluster, organisiert nach Gen-Symbolen, umfasst, eröffnet die KEGG-Datenbank eine Welt von Möglichkeiten für Forscher, die bereit sind, tiefer in die Genomik des Phosphorkreislaufs einzutauchen.
Hintergrund
Phosphor (P) ist entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit und Produktivität. Mikroben spielen eine Schlüsselrolle bei der Anpassung an P-Mangel, indem sie verschiedene Gene im Zusammenhang mit dem P-Kreislauf nutzen. Sie untersuchten 23 solcher Gene in Wald-, Grasland- und Ackerböden durch metagenomische Sequenzierung, die ihre Redundanz innerhalb von Ökosystemen und ihr genomisches Potenzial über mikrobielle Taxa hinweg untersuchen.
Ergebnisse
Intrametagenomische Redundanz als die Anzahl der Kopien von P-Kreislauf-Genen. (Siles et al., 2022)
Referenzen: