Gen, das mit natürlichem Kurzschlaf in Verbindung steht, wurde identifiziert.
3. September 2019

Im Jahr 2009 entdeckten die Forscher, dass Personen mit einer Mutation in ihrem DEC2-Gen im Durchschnitt 6,25 Stunden Schlaf pro Nacht hatten, im Vergleich zu 8,06 Stunden bei denen ohne die Mutation. 10 Jahre später haben die Forscher nun eine weitere Mutation, das ADRB1-Gen, entdeckt, die es Mitgliedern einer Familie mit der Mutation ermöglicht, nur 4,5 Stunden pro Nacht zu schlafen und sich dabei nicht müde zu fühlen.
Der neueste Durchbruch der Forscher kam, nachdem sie eine Familie mit drei aufeinanderfolgenden Generationen von natürlichen Kurzschläfern identifiziert hatten, bei denen niemand die DEC2-Mutation aufwies. Durch Genomsequenzierung und die Technik der Verknüpfungsanalyse konnten sie feststellen, dass die ADRB1-Mutation ebenfalls mit natürlichem Kurzschlaf in Verbindung stand.
Die Forscher züchteten dann Ratten mit der ADRB1-Mutation und stellten fest, dass das Gen in dem Bereich des Gehirns, der für die Regulierung des Schlafs bekannt ist, stark exprimiert wurde. Diese Ratten schliefen im Durchschnitt 55 Minuten weniger als normale Ratten, während Menschen mit dem Gen im Durchschnitt 2 Stunden weniger schliefen.
Die Ergebnisse dieser Forschung könnten erhebliche Auswirkungen auf zahlreiche Krankheiten und Zustände haben. Die Forscher beschreiben, wie Schlafentzug mit langfristiger Gesundheit verbunden ist: „Sie sind eher anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Demenz, Stoffwechselprobleme und ein geschwächtes Immunsystem.“